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Im Blög stehen Beiträge zu aktuellen Themen, zu denen der Blögger gerne seine Meinung kundtun möchte.
 
Dies sind die neusten Blög-Einträge:

Kein Abholrabatt auf grosse Pizzas beim Lysser Pizza-Kurier

“Der Abholrabatt gilt nur bei normalen Pizzas, nicht bei grossen Pizzas”, sagt mir der Pizzaiolo im Lysser Pizza-Kurier. Aha. Macht zwar ĂĽberhaupt keinen Sinn, aber ich habe keine Lust zum StĂĽrmen.

Ich bezahle also den vollen Preis von 28 Franken für die 40 cm-Pizza mit Schinken und Pilzen und mache mich wieder auf den Nachhauseweg. Hätten wir zwei kleine 30 cm-Pizzas bestellt, hätten wir diese beim Abholen mit je 2 Franken Ermässigung erhalten, nämlich für je 14 statt 16 Franken. Damit hätten wir also 4 Franken gespart und gleich viel bezahlt wie für die grosse Pizza. Das geht für mich überhaupt nicht auf, dass bei der grossen Pizza der Abholrabatt verweigert wird.

Und das ist nicht die erste Ungereimtheit. Wie bei vielen anderen Pizza-Kurieren gibt’s auch beim Lysser Pizza-Kurier Stempelkarten. Nur habe ich darauf noch nicht einen Stempel erhalten. Es hiess nämlich jeweils: “Sie erhalten ja bereits 2 Franken Abholrabatt. Da gibt es nicht auch noch einen Stempel.”

Geizhals Coop

Während die Migros und ihre Tochterfirmen am 11.11.11 allen Kunden 11% Rabatt auf ihren Einkauf gewährten, gab’s bei Coop nur 11-fache Superpunkte, wenn man irgendeinen Bon ausgeschnitten hatte. Bei mir wurden die zusätzlichen Superpunkte natĂĽrlich verweigert.

Migros verärgert Kunden mit Wiesenmilch

Im Oktober 2011 hat die Migros die “Wiesenmilch” eingefĂĽhrt. Die Wiesenmilch stammt von KĂĽhen, deren Nahrung vorwiegend aus betriebseigenem Gras oder Heu besteht. Der Einsatz von Kraftfutter ist auf ein Minimum reduziert. Soja darf ab 2015 nicht mehr verfĂĽttert werden. IP-Suisse und Migros wollen damit eine standortgerechte und graslandbasierte Milchproduktion fördern.

Die Lancierung neuer Produkte ist in der Regel eine tolle Sache. Nicht aber hier. Denn anders als sonst, wenn das neue Produkt die Produktpalette vergrössert, hat Migros gleichzeitig die bisherige Milch aus dem Programm genommen. Dem Kunden kommt das so vor: Dasselbe Produkt, neue Verpackung, höherer Preis (um 15 Rappen bzw. 11 Prozent).

Vor allem die Preiserhöhung stört. Denn anders als bei Bio- oder ähnlichen Produkten hat der Kunde kein Wahl zwischen dem normalen und dem ethisch hochstehenderen Produkt – er muss zwangsläufig die teurere Milch kaufen. Ausweichen kann man höchstens zu Coop: Hier hat sich nichts geändert.

Scheinbar haben genügend Kunden genau das gemacht und bei Migros keine Milch mehr gekauft. Denn schon einen Monat später, Anfang November 2011, ist der Preis zurück auf 1.35 Franken.

“Preisabschlag” ruft die Migros, und erwartet dafĂĽr vermutlich noch ein Lob. Mir scheint es vielmehr eine Niederlage der Migros zu sein. Eingestehen wĂĽrde die Migros das jedoch kaum. Immerhin sollen die zusätzlichen paar Rappen, welche die Bauern fĂĽr Wiesenmilch erhalten, beibehalten werden.

Bestelldurcheinander beim internetstore.ch

Okay, vielleicht habe ich mit der Bestellung eines neuen Toners fĂĽr meinen schwarzweiss-Laserdrucker doch ein bisschen lange gewartet. Jetzt pressiert es. Ich bestelle am Sonntag und zahle mit meiner Kreditkarte. Im Bestätigungsmail vom internetstore.ch heisst es: “Die Bestellung wird direkt nach Zahlungseingang versandt.”

Doch leider warte ich die ganze Woche vergeblich auf den bestellten Toner. Das ist sehr ärgerlich, da mittlerweile auch das Schwenken der alten Tonerkassette nichts mehr bringt. Schon auf der ersten ausgedruckten Seite klafft im unteren Bereich die grosse Leere. Ein Blick in mein Kundenkonto auf der internetstore.ch-Webseite am Freitag darauf zeigt, dass noch überhaupt nichts verschickt wurde. Enttäuschend – ein Versand direkt nach Zahlungseingang ist das sicher nicht. Das Geld wurde nämlich bereits am Montag von meiner Karte abgebucht, was mit der Shop per E-Mail mitgeteilt hatte.

Ich fülle also das Kontaktformular auf der internetstore.ch-Webseite aus und frage nach. Die lange Wartezeit sei sehr ärgerlich und ob der Toner denn wenigstens morgen Samstag (halt mit Express) eintreffe, damit ich am Wochenende ausdrucken kann.

Die Anfrage bleibt unbeantwortet, und auch am Samstag trifft der Toner nicht ein. Ich fülle das Kontaktformular also ein weiteres Mal aus und storniere meine Bestellung, die – nach den Angaben im Kundenkonto – noch immer nicht verschickt wurde. Meinen Toner bestelle ich nun in einem anderen Onlineshop in der Hoffnung, dass der wenigestens rasch verschickt wird. Im Laden möchte ich keinen kaufen; dort ist die Tonerkassette jeweils rund 50 Franken teurer.

Am Montagabend erhalte ich dann plötzlich ein E-Mail vom internetstore.ch: “Ihre Bestellung wurde heute verschickt!” – Also die Bestellung, die ich zwei Tage zuvor storniert hatte. Das läuft ja wunderbar. Aber naja: Auch der andere Toner ist (natĂĽrlich) noch nicht eingetroffen, dann kann ich immerhin endlich wieder drucken.

Tags darauf bringt der Pöstler tatsächlich ein Paket… das aber komisch gross ist. Der Grund dafĂĽr zeigt sich gleich: Der internetstore.ch hat mir einen völlig falschen Toner fĂĽr ein anderes Druckermodell geschickt.

Nachdem Mails scheinbar sowieso nicht beantwortet werden, rufe ich die angegebene Handynummer an. Er sei am Freitag im Ausland gewesen und habe deshalb nicht geantwortet, meint der Firmeninhaber. Er habe mein (erstes) Mail aber schon gesehen und den Toner dann gleich verschickt. Naja. Schade, dass er in diesem Moment scheinbar nicht nochmals geschaut hat, was ich ĂĽberhaupt bestellt habe.

Er werde mir eine vorfrankierte Adressetikette schicken, damit ich den falschen Toner zurückschicken kann. Auf ein Wort der Entschuldigung für den Ärger warte ich vergebens. Und auch auf diese Adressetikette und die Rücküberweisung des bereits belasteten Betrags.

Ein paar Tage später erhalte ich per E-Mail die Aufforderung, doch eine Bewertung für mein erworbenes Produkt abzugeben. Naja, wie denn? Das habe ich ja gar nie erhalten.

***

Das war ĂĽbrigens nicht das erste Mal, dass der internetstore.ch eine Bestellung durcheinandergebracht hatte. Im 2009 hatte ich einige BĂĽro-Utensilien und Papeterieartikel bestellt und sechs einzelne blaue Kuverts hinzugefĂĽgt, um 150 Franken zu erreichen und damit vom Gratis-Versand profitieren zu können (ansonsten 9.50 Franken). Anstelle sechs einzelner Kuverts hatte mir der internetstore.ch sechs Pack Kuverts zugeschickt – total 3′000 StĂĽck in einem ĂĽber 20 kg schweren, riesengrossen Paket. Auch damals hatte ich das gemeldet und eine frankierte Adressetikette fĂĽrs ZurĂĽckschicken erhalten. Das Paket hatte damals kaum in mein Auto gepasst. Das ist mit dem falschen Toner schon einfacher.

Und wer meint, ich hätte all die Sachen einfach behalten sollen (der falsche Toner kostet doppelt soviel wie der bestellte), dem sei gesagt: Das wäre illegal. Wer eine unbestellte Sache offensichtlich irrtümlich zugesandt bekommt, der muss gemäss Gesetz den Absender benachrichtigen.

Beim internetstore.ch bestelle ich auf jeden Fall nichts mehr.

Unglücklich gewählter Produktename

Im Baumarkt gesehen: Dieses Ortungsgerät von Bosch spĂĽrt fĂĽr ein sicheres Bohren Stromkabel und Wasserleitungen in den Wänden auf. Und vielleicht auch Pädophile in flagranti? Der Produktename (PDO 6 – ausgesprochen: “Pädo-Sex”) ist jedenfalls unglĂĽcklich gewählt.

Xerox-Mitarbeiter blockiert Rollstuhlfahrerin

Das geht gar nicht: Diese Rollstuhlfahrerin kehrt mit ihrem Mann zum Auto zurĂĽck, das sie auf einem Behindertenparkplatz in Bern parkiert haben. Und muss feststellen, dass ein Xerox-Mitarbeiter sein Firmenauto daneben parkiert hat; halb auf ihrem Parkplatz, halb auf dem Behindertenparkplatz daneben.

Deswegen kann sie die Beifahrertüre nicht mehr richtig öffnen, um ins Auto einzusteigen. Genau deswegen sind Behindertenparkplätze ja extrabreit. Sie muss im Regen warten, bis ihr Mann das Auto ein Stück zurückgefahren hat, um einsteigen zu können. Ihr Auto blockiert dabei die Busse, die auf der schmalen Strasse um die Kurve kommen. Selbst mehrere Tage später antwortet Xerox nicht auf die E-Mail-Reklamation. Das geht wirklich gar nicht.

Gelesen im Rollstuhlblog.ch

Nooch streicht bezahlbare Sushi-Plättli - schade!

Das asiatische Nudel- und Sushi-Restaurant und Take Away “Nooch” gibt es seit ein paar Jahren. Mittlerweile existieren vier Filialen in ZĂĽrich, Basel und Bern und zwei weitere ohne Sushi-Angebot. Wir gehen regelmässig dorthin, um ein Sushi-Plättli und eine Bento-Box zu teilen – eine Art Setzkasten mit Satai-Spiessli, Nudeln, Sushi, FrĂĽhlingsrolle, asiatischem Salat, und allerlei weiterem aus der KĂĽche.

Die Nooch-Restaurants laufen gut. Und machen deshalb das, was viele tun: Die Preise erhöhen. Gleichzeitig streicht es das Shinkansen Sushi-Plättli, das Sushi-Angebot mit dem besten Preis-Leistung-Verhältnis. FĂĽr 16.50 Franken gab’s 10 StĂĽck: 1 Lachs-Nigiri, 1 Thunfisch-Nigiri, 2 Gurken-Maki, 2 Rettich-Maki, 2 California Rolls, 2 Holy Rolls (siehe Bild). Nun existiert – abgesehen vom fischfreien Vegi-Angebot – kein einziges Angebot mehr unter 20 Franken.

Die neu gĂĽnstigsten Angebote zwischen 20 und 30 Franken enthalten 6 bzw. 8 Sushis und machen damit nur begrenzt satt. Damit verbleibt nur die Fukuoka-Platte mit 15 grossen und kleinen Sushis fĂĽr 31 Franken (bisher: 29.50). Ăśber 30 Franken? Das ist definitiv kein Preis mehr fĂĽr die Mittagspause. Wir stehen auf und gehen wieder. Schade!

Lyssbachmärit: Blockierung der Hauszugänge erwünscht

Unser jährlicher Dorfmärit ist eine tolle Sache und die Vorfreude jedes Mal riesengross. Zwar werden an jedem zweiten Stand die ĂĽblichen T-Shirts mit Wolf- und Indianermotiv und BillighĂĽte in allen Farben angeboten. Doch die Essensstände dazwischen machen alles aus: BratwĂĽrste, Hamburger, Hot Dogs, Fischknusperli, indisches Curry, Thaifood, Fleischspiesse, Kebab, Knoblibrot, Crèpes, Waffeln, Zuckerwatter, Churros, Magenbrot, Nidletäfeli, Sesamkugeln, frische FrĂĽchte, und und und… die zwei Festtage reichen jeweils kaum aus, um all das zu essen, das man gerne möchte.

Dieses Jahr wären wir aber fast nicht an den Märit gelangt, so dicht waren Stand um Stand aufgestellt. Der Blick von unserem Hauseingang geradeaus: Kein Durchkommen.

Der Blick nach links: Ebenfalls kein Durchkommen.

Der Blick nach rechts: Kein… oder doch: Der Hauswand entlang bis zum Gebäude, das im Hintergrund gerade noch knapp zu erkennen ist.

Nach dem langen Umweg sind wir endlich da. Und freuen uns schon: Diesen Umweg werden wir nun etwa noch 7x machen müssen, wenn wir an den beiden Märittagen jeweils zum Zmittag und Znacht hinausgehen wollen, inkl. Rückweg.

Das war letztes Jahr anders. Damals sind wir durch einen Durchgang zwischen den Ständen hindurch direkt ins Getümmel gelangt. Stehen die Stände dieses Jahr vielleicht unerlaubt nahe beieinander? Ich schreibe dem Organisationskomitee:

“Obwohl wir grosse Fans unseres Dorfmärit sind: Es wäre schön, wenn die Stände nächstes Jahr so geplant wĂĽrden, dass ein Durchgang von unserer HaustĂĽre zur Strasse frei bliebe und wir nicht einen Umweg bis zum Kreisel gehen mĂĽssen wie dieses Jahr.”

Eine halbe Woche später erhalte ich vom OK-Präsident (?) die folgende Antwort:

“Wir planen die Stände vorwiegend so, dass Zugänge zu privaten Liegenschaften geschlossen werden. Damit wollen wir verhindern das sich Besucher auf Private Areale begeben. Haben Sie bitte Verständnis fĂĽr den Umweg.”

Das Organisationskomitee plant die Stände also bewusst so, dass die Bewohner nicht mehr zu ihren Häusern gelangen? Das macht für mich irgendwie überhaupt keinen Sinn.

Letztes Jahr gab es immerhin in der Nähe des Hauseingangs einen rund 80 cm breiten Durchgang zwischen den Ständen. Der fiel ausser den Bewohnern niemandem auf. Besucher gab es auch da keine vor dem Hauseingang unserer Überbauung, obwohl ich natürlich nicht weiss, wie die Situation in den kritischen Stunden nachts war. Dieses Jahr haben wir dafür mehrfach beobachtet, wie Ausstellerkinder ins Gebüsch neben dem Hauseingang urinierten. Demnach waren auch sie es, die alle Briefkästen geöffnet hatten und für die Scherben verantwortlich sind. Denn wie gesagt: Besucher wurden ja regelrecht ausgesperrt. Und Bewohner ebenso.

Migros ĂĽbersetzt “Ranch” mit “Rauch”

Die Pancho Villa Tortilla Chips gibt es neuerdings mit “Ranch” Geschmack. Super lecker, sehr authentisch. Man schmeckt die weiche, kremige Ranch-Sauce richtig heraus – die Lieblings-Salatsauce meiner Mutter, die uns aus USA-Reisen bekannt ist und die sie immer mal wieder mitbringt, mitgebracht erhält oder in Amerika-Shops kauft.

Nur der Untertitel auf der Verpackung ist ein echter Witz: “Mais-Chips mit Rauchgeschmack”. Rauchgeschmack? Wieso nicht mit Ranchgeschmack? Ranch schmeckt ganz und gar nicht nach Rauch. Nach Wikipedia ist Ranch Dressing “eine WĂĽrzsauce aus Buttermilch oder saurer Sahne, Mayonnaise, zerhackten Zwiebeln und Knoblauch sowie weiteren Zutaten. Ranch Dressing ist in den USA eine der beliebtesten Salatsaucen und wird oft auch als Dippsauce benutzt.” Alles klar? Nicht Rauch, sondern Ranch. Hat der Verpackungs-Designer von Pancho Villa vielleicht eine handgezeichnete Skizze mit schlecht lesbarer Aufschrift vorgelegt erhalten, auf der der Bogen des “n” nach unten geschwungen war?

Migros antwortet dazu:

“Uns ist bewusst, dass es in den USA eine Salatsauce mit dem Namen “Ranch” gibt. Jedoch haben diese Tortilla Chips von Pancho Villa nichts mit dieser Salatsauce zu tun. Dieser Produktname ist lediglich ein Fantasiename, der von uns mit dem Rauchgeschmack assoziiert wird. Da diese amerikanische Salatsauce in der Schweiz auch ĂĽber keinen hohen Bekanntheitsgrad verfĂĽgt, sollte es kein Problem sein, diesen Namen zu verwenden. Bis anhin haben wir auch noch keine weiteren Beanstandungen erhalten, nehmen deine  AusfĂĽhrungen aber gerne auf.

Beste GrĂĽsse

Dein M-Infoline Team”

Naja, diese Erklärung ĂĽberzeugt nicht. Denn von einem Rauchgeschmack gibt’s keine Spur. Obwohl dieser ganz einfach zu machen gewesen wäre. “Liquid Smoke” wird in der Nahrungsmittelindustrie fast zu häufig eingesetzt, vielfach zusammen mit einem kĂĽnstlichen Streifenmuster, um den Essern eine Holzkohlegrill-Herkunft vorzugaukeln. Bei den Pancho Villa Tortilla Chips ist weder dieser penetrante kĂĽnstliche noch ein anderer Rauch-Geschmack vorhanden. Sondern eben: Ranch. Warum also nicht einfach den Fehler zugeben und auf der Packung “Ranch” aufdrucken?

2′200′000′000 Zuschauer bei der Royal Wedding?

2,2 Milliarden Menschen in 180 Ländern sollen die Märchenhochzeit von Prinz William und Kate Middleton live verfolgt haben. Das berichten alle Medien. Gemessen an der aktuellen Weltbevölkerung von knapp 7 Milliarden wären das gut 30 Prozent oder fast jede dritte Erdenbewohnerin und jeder dritte Erdenbewohner. Das glaube ich nicht.

  • Erstens mussten viele Leute zur Zeitpunkt der Hochzeit arbeiten – zu diesen gehörte auch ich. Leider war der Tag der Hochzeit von “Will & Kate” nämlich nur in England zum arbeitsfreien Feiertag erklärt worden. Neben mir arbeiteten auch viele weitere meiner Arbeitskolleginnen und -kollegen. Und bei der Fahrt nach Hause am Mittag – also kurz nach dem Ja-Wort – war das Verkehrsaufkommen rund um Bern gleich gross wie an anderen Tagen.
  • Zweitens war die Uhrzeit des Ja-Wortes fĂĽr uns zwar einigermassen gĂĽnstig, und damit auch fĂĽr Afrika. In Asien und Australien – hier befinden sich viele ehemalige englische Kolonien – lief die Märchenhochzeit noch besser am Nachmittag oder am frĂĽhen oder späten Abend. Ganz anders jedoch in Amerika: Während die Bewohner der OstkĂĽste des Spektakel beim FrĂĽhstĂĽck verfolgen konnten, mussten WestkĂĽstianer mitten in der Nacht aufstehen, um mit dabei zu sein.
  • Drittens gibt es viele Orte auf der Welt, an denen es keine Fernseher gibt, weil die Bevölkerung einfach zu arm ist oder kaum Ahnung vom Weltgeschehen hat. Drittweltländer, Nomaden oder Ureinwohner mit Lendenschurz und Speer zum Beispiel.
  • Und viertens sind da noch die unbelehrbaren Nein-Sager, die die Märchenhochzeit aus Trotz oder anderen GrĂĽnden boykottierten und sie extra nicht geschaut haben, weil sie das Gegenteil tun wie alle andern.

Dass da wirklich 2,2 Milliarden Menschen übrig geblieben sind, welche die Hochzeit im Rahmen einer Direktübertragung mitverfolgt haben (also nicht etwa später oder im Rahmen einer Nachrichtensendung), finde ich unwahrscheinlich.

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Nachtrag: Am 2. Mai stellt auch das 20 Minuten die Zuschauermenge in Frage (”Vier Milliarden fĂĽr Pippa“). Und liefert die konkreten Zuschauerzahlen: In Deutschland sahen 14 Millionen Zuschauer (17% der Bevölkerung) die Hochzeit live, in der Schweiz 302′000 Zuschauer (4% der Bevölkerung). Das zieht den behaupteten Durchschnitt von 30% ganz schön hinunter!